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Berlin, im September 2011 Die Inspiration durch die Natur und eine reduzierte Formensprache sind typisch für die Mehrzahl der Arbeiten. Hinzu kommt nicht selten die Auseinandersetzung mit traditionellen Handwerkstechniken und den geistigen Wurzeln der japanischen Kultur. Die Mehrzahl der Künstler hat in Europa studiert und Ateliers in Düsseldorf, Florenz, Tokyo, London oder München gegründet.
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Kazuko Nishibayashi, Düsseldorf, orientiert sich bei der Gestaltung ihres Schmucks an der Ästhetik von Japanpapier. Charakteristisch sind die sich überkreuzenden Schleifen aus Silber oder Gold. Die Zwischenräume der skulpturalen Stücke beschreibt Nishibayashi als "gestaltete Leere". Masako Hamaguchi, London, arbeitet im Wachsgussverfahren mit Edelmetall. Eine Ringserie, die ursprünglich aus weißgesiedetem Silber mit bunten Elementen in Email gefertigt werden sollte, gestaltete sie nach der Katastrophe in Japan komplett in Schwarz. Ausgesägte Holzformen dienen Yoko Shimizu, Florenz, als Vorlage für auffällige Schmuckstücke aus blauem Kunstharz. Aus Natürlichem wird Künstliches, aus Undurchlässigem wird Transparenz. Yutaka Minegishi, München, konzentriert sich bei seinen Entwürfen auf schlichte Formen in Naturmaterialien, die ihm auch als Inspirationsquelle dienen. Die Schlüssigkeit und Harmonie seiner skulpturalen Arbeiten, oft sind es Ringe, ist kaum zu übertreffen.
Yuka Oyama, Berlin, greift in ihrer Broschenserie Fake/Real Formen aus der Natur auf. Anstatt bedrohte Meerestiere zu verwenden, bildet sie Korallen aus Silber und Email nach, so wie sie Unterwasser aussehen. Oyamas Arbeiten sind konzeptionell, tragen nicht selten eine politische Botschaft und fordern zur Kommunikation heraus. Die Ringe, Anhänger und Broschen von Michihiro Sato, Itami, entstehen aus bedrucktem Papier. Die Fragilität seiner Schmuckstücke vermittelt gleichzeitig die Botschaft der Veränderung. Für den Japaner ist der Wandel nichts Negatives, sondern etwas zutiefst Natürliches, das immer auch eine Chance beinhaltet. |
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Die Ausstellung vereint nicht nur eine erlesene Auswahl japanischer Schmuckkunst an einem Ort, sondern stellt auch eine direkte Verbindung nach Japan her,
denn 10% des Erlöses werden an die Organisation Ashinaga gespendet zur Förderung schulischer und beruflicher Bildung von Waisenkindern in Fukushima.
Das renommierte Magazin ART AUREA für Angewandte Kunst und zeitgenössischen Schmuck widmet meiner Ausstellung "Schmuck auf Japanisch" einen Beitrag.
Ich freue mich sehr darüber. |
Yasushi Jona, Tokyo, verabschiedete sich im Laufe seiner Entwicklung von der konventionellen Vorstellung, dass Schmuck auf Hochglanz poliert sein müsse. Im Gegensatz dazu zeichnen sich seine Arbeiten durch amorphe oder unregelmäßige Oberflächen aus. Dies erweckt den Anschein, der Schmuck sei alt oder verrostet. Für Yasushi Jona aber besitzt die raue Oberfläche die geheimnisvolle Aura eines ausgegrabenen Schatzes.
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